Bibelstellen als Popup-Fenster verlinken

Leider gibt es bis jetzt kein WordPress-Plugin, mit dem man bequem auf Bibelstellen von aktuellen deutschen Bibelausgaben verlinken kann. Es gibt einige Plugins, die auf Bibelseiten verlinken, auf denen vor allem englische Bibelausgaben zu lesen sind (z.B. „The Holy Scripturizer„). Da gibt es dann auch bei manchen eine oder zwei deutsche Bibelausgaben, das sind dann aber meist ältere Ausgaben wie z.B. der Luther Text von 1545 (manche finden ja schon die überarbeitete Version von 1984 schlimm zu lesen, bei 1545 versteht ein Normalbürger dann gar nichts mehr 😉 ).

Normale Verlinkung

Meine momentane Empfehlung ist deshalb die Seite der Deutschen Bibelgesellschaft. Hier gibt es aktuelle deutsche Bibelausgaben (Luther 84, Gute Nachricht, Neues Leben und andere), die sich relativ leicht verlinken lassen (wie das geht wird dort erklärt).

Verlinkung zu einem Popup-Fenster

Für windhauch hab ich das ganze noch etwas verfeinert: Die Texte werden in einem extra Popup-Fenster angezeigt. Das funktioniert folgendermaßen:

Im Header des WordPress-Themes wird folgender Javascript Code eingefügt:

<script type=“text/javascript“>
<!–
function popup(mylink, windowname)
{
if (! window.focus)return true;
var href;
if (typeof(mylink) == ’string‘)
href=mylink;
else
href=mylink.href;
window.open(href, windowname, ‚width=350,height=500,scrollbars=no‘);
return false;
}
//–>
</script>

Den Header kann man bearbeiten im Administrationsbereich „Darstellung“ unter dem Punkt „Editor“. Auf der rechten Seite wählt man von den Vorlagen seines Themes die Datei „Kopfbereich (header.php)“. Den Code fügt man dann im Editor vor dem Header-End-Tag (</head>) ein. Dieser Code sorgt dafür, dass ein Popup-Fenster aufgerufen werden kann. Breite und Höhe kann man im Code nach Belieben anpassen (mit den Attributen width und hight).

Nun kann man in jedem Artikel auf solch ein Popup-Fenster mit der Luther-Übersetzung verlinken. Dazu gibt man in der HTML-Ansicht des Artikel folgendes ein:

<a onclick=“return popup(this, ‚Bibeltext‘)“ href=“http://www.die-bibel.de/bibelstelle/*“>**</a>

Statt dem * gibt man die Bibelstelle an, mit der man verlinken möchte (www.die-bibel.de ist dabei mit der Formatierung recht großzügig: Johannes 3,16 wird z.B. genau so akzeptiert, wie joh3 16 – nur Punkte werden nicht angenommen – wie z.B. Joh.3,16). Statt den ** gibt man den Text an, mit dem man auf diese Stelle verlinken möchte. Für Johannes 3,16 würde das dann so aussehen:

<a onclick=“return popup(this, ‚Bibeltext‘)“ href=“http://www.die-bibel.de/bibelstelle/joh3,16″>Johannes 3,16</a>

Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus: Johannes 3,16

Statt mit einem Textlink kann man auch eine Grafik für die Verlinkung einfügen. Z.B so:

<a onclick=“return popup(this, ‚Bibeltext‘)“ href=“http://www.die-bibel.de/bibelstelle/joh3,16″>
<img src=“http://windhauch.net/wp-content/uploads/bibeltext.gif“ alt=““ width=“86″ height=“21″ /></a>

Das sieht dann so aus:

Vereinfachung der Eingabe

Um das alles nun nicht bei jeder Bibelstellen neu eintippen zu müssen gibt es ein feines Plugin: AddQuicktag. Damit kann man sogenannte Quicktags definieren, über die man in der HTML-Ansicht schnell bestimmte Befehle einfügen kann (die Quicktags erscheinen über dem Eingabefeld; zum einfügen des vordefinierten Codes werden sie einfach geklickt). So kann man das Grundgerüst des Aufrufs über ein Quicktag eingeben und muss dann jeweils nur noch die Bibelstelle ergänzen.

Bewerte diesen Artikel

11 Gedanken zu „Bibelstellen als Popup-Fenster verlinken“

  1. ich suche nach einem funktionierenden popup code für wordpress. so bin ich auf diese seite gestoßen. leider öffnet sich bei mir kein popup sondern das ganze in einem neuen fenster. woran kann das liegen? habe genau denselben code benutzt.

    1. Hallo caro!
      Mhm… Wichtig ist zunächst einmal, dass der obige Javascriptcode in der header.php vor dem Header-End-Tag steht. Der Aufruf muss in WordPress dann in der HTML-Ansicht eingegeben werden.

      Nach ein bisschen Recherche hab ich festgestellt, dass mein Aufruf des Popups vielleicht nicht ganz korrekt war (auch wenn es bei mir trotzdem funktioniert hat 😉 ). Probiere es mal mit folgendem Aufruf:

      < *a href="http://www.die-bibel.de/bibelstelle/joh3,16" target="_blank" onclick="return popup(this.href);">Johannes 3,16< */a>

      (dabei bitte die zwei * löschen; musste ich einfügend, damit der code als Text erscheint und nicht gleich umgewandelt wird…)

      Bin leider auch kein Profi… 😉 aber hoffe, dass es es jetzt besser funktioniert.

  2. Ich hab da mal eine Frage, die mir schon länger auf dem Magen liegt; ich beziehe mich auf die folgenden Bibel Verse:
    Mt 28,18-20, Apg 1,8, Mk 16,15 und zu guter Letzt: Joh 20,21

    Wenn also die Missionsarbeit der Wille von Jesus Christus ist, dann ist die logische Schlussfolgerung die, dass das Wort Gottes (also die Bibel) jedem Menschen zugänglich sein sollte. Das wortwörtliche zitieren von Bibelversen in einem Blog sollte also kein Problem darstellen.

    Wenn ich meine Lutherbibel von 1984 aufschlage steht ganz vorne:

    Lutherbibel, Taschenausgabe mit Apokryphen
    Durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung
    © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
    Nachdruck des revidierten Textes nur mit Genehmigung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
    Satz: Typomedia GmbH, Ostfildern
    Gesamtherstellung: C.H. Beck, Nördlingen
    Printed in Germany
    Alle Rechte vorbehalten
    http://www.bibelgesellschaft.de

    Hierzu finde ich den Text von Bibel-Online.net sehr interessant.

    Aus diesem Grund kann man wohl nur, so wie Du, zu den entsprechenden Bibelversen verlinken – es ist wohl anscheinend nicht gestattet, diese direkt und wortwörtlich zu zitieren. Dies widerspricht in meinen Augen dem Missionsgedanken Jesu Christi – siehe eben die oben verlinkten Bibelverse. Martin Luther selbst hätte wohl auch nicht die Reformation 1545 so erfolgreich vollziehen können, wenn nicht zeitgleich der Buchdruck von Gutenberg erfunden worden wäre. Sofern die katholische Kirche dem Nachdruck von Bibeln widersprochen hat, so hat sich Martin Luther aus gutem Grund nicht daran gehalten. Aus eben diesem Grund finde ich das Verhalten der Deutschen Bibelgesellschaft im Bezug auf den Glaubens- und dem Geschichtlichen Kontext höchst fragwürdig.

    An diesem Problem knabbere ich schon etwas länger und bin auf der Suche nach einer Bibelübersetzung, die man eben frei zitieren darf (und somit auch in Blogs publizieren darf). Die Lutherausgabe von 1912 und 1545 wären dafür sicher Beispiele – die versteht nun einmal niemand (wie du oben treffend beschrieben hast). Es sind mir noch keine anderen Übersetzungen bekannt, die man frei zitieren darf.

    Daher habe ich zwei Fragen an Dich:

    1.) Kennst Du eine Bibelübersetzung, die man frei zitieren darf?
    2.) Was denkst du zu dem offensichtlichen Verbreitungsverbot der deutschen Bibelgesellschaft?

  3. upps … auf den Gedanken bin ich ja gar nicht gekommen, dass ich dann auch auf meinem Blog urheberrechtlich nicht koscher bin.

    Wenn ich aus Büchern zitiere, nehme ich in der Regel Kontakt zum Autor auf oder hinterlasse auf seiner Homepage einen Eintrag im Gästebuch, so dass er erkennen kann, dass ich ihn zitiere. So jüngst bei Jürgen Werth. Beim zitieren der Bibel sind mir solche Gedanken noch gar nicht gekommen. Aber ich glaube, nee … ich bin sicher, meine himmlischer Papa wird das genehmigen 😉

    Bin aber gespannt, was hier bei deiner Frage heraus kommt, Dunkelangst. Denn du hast ja nicht unrecht.

  4. Zu diesem Thema möchte ich auch noch einmal auf die Wikipedia verweisen.

    Schön zu Wissen, dass nicht nur ich das Problem erkannt habe – es gibt sogar ein eigenes Projekt um eine eigene Bibelübersetzung zu erstellen: Die Offene Bibel unter einer Creative Commons Lizenz.

    Schade, dass ich nicht beim Übersetzen helfen kann. Wenn ich meinen Blog wieder Online stelle, werde ich aber auf jeden Fall zu dem Projekt verlinken – denn mich nervt das Verhalten der deutschen Bibelgesellschaft schon an (siehe oben). Derzeit ist die Übersetzung aber wirklich nicht weit vorangeschritten, so dass sie derzeit in meinen Augen keine Alternative darstellt.

  5. Tja, nerviges und trauriges Thema. Bin auch kein Experte.
    Aber klar ist: Auf den Text der Bibel selbst gibt es kein Copyright. Geschützt sind allerdings die Übersetzungen und jeweiligen Ausgaben des Bibeltextes. Und hier gilt, wie bei jedem anderen Buch, dass das Copyright erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlöscht. Kann einerseits verstehen, dass die Verlage hier auf ihr Recht achten, das Übersetzen, Überarbeiten und Herausgeben der Texte kostet schließlich auch Geld.
    Andererseits ist es schlichtweg ein Armutszeugnis, dass wir Christen uns beim Zitieren der Bibel solche Gedanken machen müssen.
    Wie gesagt, ich kenn mich nicht genau aus, aber meiner Meinung nach sind kurze Bibelzitate kein Problem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendjemand Stress deswegen macht. Wenn ich mich mit einem Text beschäftige, dann werde ich ihn wohl auch zitieren dürfen.
    Anders sieht’s mit längeren Abschnitten aus. Da wird’s wahrscheinlich etwas schwieriger. Hab deswegen bei mir die externe Verlinkung für die Bibeltexte gewählt.
    Mir ist leider auch keine moderne deutsche Übersetzung bekannt, die völlig frei weitergegeben werden kann…

  6. Vielen Dank für Deine Meinung zum Thema.

    Ich denke über dieses Thema, wie gesagt, schon etwas länger nach. Ich denke, ich werde in Zukunft einen Bibelvers nicht mehr verlinken, damit der Leser die Wahl hat, in welcher Übersetzung er den Vers nachschlagen möchte. Durch das Verlinken macht man eben doch Werbung für die Bibelgesellschaft oder dem entsprechenden anderen Verlag und ich möchte nicht für irgendeinen Verlag sondern für Gottes Wort werben.

    Da die Bibel *der* Bestseller ist, gehe ich auch davon aus, dass eigentlich jeder Haushalt eine Bibel besitzen sollte. Ich finde das nur Schade für die Menschen am Rand der Gesellschaft. Ein Obdachloser wird nicht das Geld für den Kauf einer Bibel haben – immerhin kann man sich bei den Gideons und bei nightlight.de kostenlos mit einem Neuen Testament versorgen – das ist wohl besser als gar nichts. Kostenlos hat jedoch absolut nichts mit frei im Sinne von Freiheit zu tun!

    Anders sieht’s mit längeren Abschnitten aus. Da wird’s wahrscheinlich etwas schwieriger. Hab deswegen bei mir die externe Verlinkung für die Bibeltexte gewählt.

    Da bleibt Dir wohl auch wirklich nichts anderes übrig, denn bei deinem Tempo, beim schreiben der qualitativ hochwertigen Beiträge über die einzelnen Bibelverse, ist es nur eine Frage der Zeit, bis hier beim wortwörtlichen Zitieren, die ganze Bibel in deinen Blog stehen würde… Eine Urheberrechtsklage der Verläge könnte dann die Folge sein.

    Urheberrechtsklage?! In 2. Timotheus 3,16 (aus gutem Grund nicht verlinkt) ist eineindeutig geschrieben, wer der Urheber der Bibel eigentlich ist und ich denke, dass mich der wirklich echte Urheber der Bibel nicht verklagen wird…

    Sind Raubkopierer wirklich Verbrecher?

  7. Hallo
    Schau doch mal hier http://www.combib.de
    Frei zu verwenden und man kann es auch problemlos in die eigene Webseite einbauen – nur mal so als Gedanke….
    Ich persönliche nutze die Losungen, habe sie auf meinem Webspace liegen und binde es via include mittels eines PHP-Widget in WordPress ein….
    Der Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.
    Ausserdem habe ich mich vor etlichen Jahren mit dem Brockhaus Verlag in Verbindung gesetzt und die Erlaubnis bekommen mit Nennung der Übersetzung und dem Verlag eine bestimmte Anzahl von Bibelversen auf meiner Webseite zu veröffentlichen. Probleme würden nur entstehen, wenn ich die gesamte Elberfelder veröffentlichen wollte….
    Also gute Gedanken und Gottes Segen,
    Andreas

    1. Hallo Andreas!
      Vielen Dank für Deinen Hinweis. Das Projekt kenne ich und nutze es auch, um die Losungen auf unserer Gemeindeseite (emk-geislingen.de) einzubinden.
      Für die Einbindung von Bibeltexte hab ich mich wegen der Luther-Übersetzung für die obige Lösung entschieden. Bei combib.de gibt es nur die Unrevidierte Elberfelder (und Hoffnung für alle fürs NT).
      Liebe Grüße und Gottes Segen vom windhauch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.