Apostelgeschichte 3, 17- 26 Werbende Predigt

Petrus wirbt um seine Landsleute. Das ist in diesem Abschnitt deutlich zu spüren. Er gesteht ihnen zu, dass sie Jesus aus „Unwissenheit“ getötet haben (V.17) und er stellt Jesus, mit deutlichem Rückbezug auf die hebräische Bibel, vor allem als den von Gott ausersehenen Christus (= Messias) dar. Er zeigt die Bedeutung Jesu auf dem Hintergrund ihrer Tradition und ihrer Kultur. Trotz allem Entgegenkommen und Werben weißt er deutlich darauf hin, dass Umkehr nötig ist (V.19: „So tut nun Buße und bekehrt euch“; V.26: „… dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit“).

Er stellt sich also ganz auf seine Hörer ein und umwirbt sie. Und zugleich verwässert er die Botschaft nicht. Er predigt keine billige Gnade. Es ist gut, wenn wir auch heute diese Ausgewogenheit beibehalten. Wir sollen auf andere eingehen, ihre Kultur und ihr Lebensgefühl wahrnehmen, das Evangelium so übersetzen, dass sie es in ihrer Welt verstehen können. Das ist heute schwieriger als für Petrus damals in einer jüdischen Kultur – und gerade deswegen ist es um so wichtiger. Aber wir dürfen das Evangelium dabei nicht verwässern. Sündenerkenntnis und Umkehr bleibt in jeder Kultur und zu jeder Zeit nötig.

| Bibeltext |

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