Apostelgeschichte 3, 11-16 Glaube und Heilung

Wie „funktioniert“ Heilung? Der heutige Text scheint eine einfache Antwort zu geben: „Der Glaube, der durch ihn [Jesus Chrsitus] gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.“ (V.16b) Der Glaube an Jesus Christus hat also den Gelähmten geheilt. Nach unserer menschlichen Logik sind wir schnell beim Umkehrschluss: Wenn jemand nicht geheilt wurde, dann ist der Glaube nicht stark genug.

Aber dieser Umkehrschluss steht erstens nichts so da. Hier steht nur, dass diese Heilung möglich war durch das Vertrauen auf Jesus Christus. Es steht nicht da, dass Glaube an Jesus Christus immer und automatisch auch zur Heilung führt. Und zweitens betont Petrus ausdrücklich, dass diese Heilung nicht durch „eigene Kraft oder Frömmigkeit“ (V.12b) bewirkt wurde. Es hing also nicht von der außerordentlichen Frömmigkeit des Petrus ab. Menschliche Glaubensstärke kann Heilung nicht erzwingen.

Aber trotzdem gehören Heilung und Glaube eng zusammen. Diese Heilung war keine magische Technik, welche richtig ausgeführt zum Erfolg führt. Sie war keine esoterische Kraftleistung eines Menschen. Nein, sie war ein Geschenk Gottes. Sie war eine Antwort Gottes auf das Vertrauen und den Glauben von Menschen. Aber welche Antwort Gott gibt, können wir ihm nicht vorschreiben. Wir können sein Wirken nur dankbar empfangen.

| Bibeltext |

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