Apostelgeschichte 3, 1-10 Zeichenhafte Ausnahme oder Selbstverständlichkeit?

Im Wirken der Jünger setzt sich das Wirken Jesu selbst fort. Jesus hat Menschen geheilt, so wie es im Alten Testament für die Heilszeit angekündigt war. Jetzt heilt Petrus einen Gelähmten. Das geschieht sehr spontan, ohne große Vorbereitung und scheinbar problemlos. Was will uns dieser Text sagen? Ist es auch für uns heute so einfach und problemlos Menschen zu heilen? Oder war es ein einmaliges beispielhaftes Zeichen dafür, dass Jesus mit seinen Jüngern ist?

Von meiner Erfahrung her ist es auf jeden Fall nicht so selbstverständlich, dass Menschen Heilung finden. Auch in Pfingstgemeinden gibt es noch genügend kranke Menschen. Auch in unserer Gemeinde wird viel und oft für kranke Menschen gebetet. Manchmal dürfen wir erleben, dass Gott eingreift und hilft – aber auch nicht so spektakulär, dass ein Lahmer plötzlich gehen kann. Aber die Regel ist, dass wir gar nicht viel sehen. Es war damals wie heute ein besonderes Zeichen, wenn Menschen im Namen Jesu geheilt wurden. Letzten Endes müssen wir alle früher oder später sterben. Die Heilung des Todes ist keine Verhinderung des Todes, sondern seine Überwindung. Heilungen sind Zeichen dafür, dass Gottes Macht größer ist als Krankheit und Tod.

Und trotzdem wünsche ich mir so manches mal, dass ich so einfach zu Menschen, die an Leib oder Seele krank sind, sagen könnte: Im Namen Jesu Christi sei geheilt! Es gibt so viel Krankheit, Elend und Ungerechtigkeit in unserer Welt. Wir stehen oft hilflos davor und fragen uns, warum Gott nicht auf unsere Gebet hört.

| Bibeltext |

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