Apostelgeschichte 28, 1-16 Endlich in Rom

Nun ist Paulus endlich in Rom angekommen. Schon im Römerbrief hat er der Gemeinde in Rom angekündigt, dass er sie gerne besuchen würde und dass er von Rom aus auch gerne in Spanien missionieren möchte (Röm.15,23f). Er sah seine Aufgabe im Osten des Römischen Reiches als erfüllt an und wollte nun auch im westlichen Teil das Evangelium verkündigen. Allerdings hat er sich seine Reise nach Rom wohl anders vorgestellt. Denn er kommt nicht als freier Mann nach Rom, sondern als Gefangener. Immerhin war er ein Gefangener mit Sonderbehandlung: er durfte alleine wohnen und hatte nur einen Soldaten, der ihn bewachte. Auch schien es kein Problem zu sein, dass er mit den Christen von Rom Kontakt hatte.

Gottes Wege sind manchmal anders, als wir uns das vorstellen. Wie es dem Paulus selbst wohl dabei gegangen ist? Lukas berichtet nichts über sein Innenleben. Hatte Paulus seine Fragen und Zweifel über diesen Weg, den Gott mit ihm gegangen ist? Oder konnte er diesen Gefangenentransport nach Rom als gute Fügung Gottes ansehen? Wie auch immer: er erscheint nicht als ein Mensch, der resigniert hat, sondern er nutzt jede Möglichkeit, um anderen zu helfen und um Jesus zu bezeugen.

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