Apostelgeschichte 26, 1-23 Paulus bezeugt seinen Glauben

Paulus scheint richtig froh gewesen zu sein, endlich mal vor jemand reden zu dürfen, der die religiösen Hintergründe seiner Auseinandersetzung mit den jüdischen Leitern von Jerusalem richtig verstehen und einordnen konnte. Agrippa II. war selbst Jude, wurde jedoch am römischen Kaiserhof erzogen. Er kannte also sowohl die jüdische Welt, wie auch die römische. Er durfte den Titel König von Judäa führen und hatte als dieser auch von politischer Seite her die Oberaufsicht über den Tempeldienst in Jerusalem. Er setzte sich für ein reibungsloses Miteinander von Römern und Juden ein und versuchte z.B. auch den jüdischen Krieg (66-70 n.Chr.) durch Verhandlungen zu verhindern.

Paulus kommt in seiner Rede gar nicht auf die politischen Anklagepunkte zu reden, sondern gibt im wesentlichen ein persönliches Glaubenszeugnis. Er berichtet von seiner eigenen Bekehrung und betont dabei seine bleibende Verbundenheit mit dem Judentum bzw. vor allem mit deren Heiligen Schriften (V.22b: „Propheten und Mose“). Paulus benützt die Gelegenheit ganz einfach, um seinen Glauben an Jesus zu bezeugen und auch andere davon zu überzeugen. Auch hier fällt wieder auf, dass er nicht provozieren und polemisieren will, sondern dass er sein Zeugnis so formuliert, dass es bei seinem jüdischen Zuhörer verstanden wird. Ein klares Zeugnis, dass doch einladend und werbend formuliert ist.

| Bibeltext |

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