Apostelgeschichte 25, 1-12 Machterhaltungspolitik

Auch unter dem neuen Statthalter Festus ergeht es Paulus nicht besser. Im Gegenteil: Während Felix zumindest noch die Unschuld des Paulus erkannt hat und ihn nicht den Juden ausliefern wollte, ist Festus die Sache offensichtlich völlig egal. Er will sie nur schnell klären und er will es sich nicht gleich zum Amtsantritt mit der jüdischen Führungsschicht verderben (V.9). Deswegen ist er bereit, auf ihre Forderungen einzugehen und den Prozess in Jerusalem weiterzuführen. Paulus bleibt darum nur die Berufung auf den Kaiser. Als römischer Bürger hat er das Recht sich auf die höhere Instanz in Rom zu berufen.

Festus will nicht für Recht und Gerechtigkeit sorgen, sondern ist nur besorgt um seinen eigenen Machterhalt und ein möglichst reibungsloses regieren. Da hat sich grundsätzlich bis heute nicht viel verändert in der Welt. In westlichen Demokratien haben wir zum Glück mehr Grundrechte und können Politiker in gewissen Abständen auch abwählen. Aber das Verhalten von Politikern ist auch heute oft in erster Linie am eigenen Machterhalt ausgerichtet.

| Bibeltext |

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