Apostelgeschichte 22, 1-21 Persönliche Erfahrung und biblische Grundlage

Paulus hebt in seiner Verteidungsrede besonders seinen jüdischen Eifer und seine persönliche Erfahrung hervor. Er kennt durch seine Ausbildung das alttestamentliche Gesetz sehr genau. Er sieht sich als Eiferer für Gott. Er spricht vor seinen jüdischen Zuhörern vom „Gott unserer Väter“ (V.14). Auffällig ist, dass in seiner ganzen Rede der Name Jesus nur einmal fällt (V.8). Diese Rede macht deutlich: Paulus sieht sich nach wie vor als Jude. Aber er sieht eben in Jesus von Nazareth „den Gerechten“ (V.14), also den Messias.

Paulus versucht hier nicht durch theologische Argumente zu überzeugen, sondern durch seine eigene Lebensgeschichte. Das ist das, was bis heute andere am meisten von Jesus Christus überzeugt: Was haben wir mit ihm erlebt? Wie hat er unser Leben verändert? Allerdings war für Paulus auch seine theologische Ausbildung wichtig, um diese Erfahrungen einordnen und richtig deuten zu können. Wenn die biblische Grundlage fehlt, dann bleiben nur noch religiöse Gefühle. Und die können ziemlich beliebig sein.

| Bibeltext |

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