Apostelgeschichte 2, 29-36 Aus Jesus wird der Christus

Die Pfingstpredigt des Petrus dreht sich um die Frage: Wer ist dieser Jesus von Nazareth? Er ist mehr als der große David. Und das will was heißen: für die damaligen Zuhörer war David der eine von Gott geschenkte Herrscher schlechthin. Aber David ist gestorben und begraben. Ganz im Gegensatz zu Jesus. Dieser ist auferstanden, von Gott erhöht worden und hat den Heiligen Geist ausgegossen.

Schon bei Petrus klingt an, wie schwierig es für uns Menschen ist zu begreifen, dass Jesus mehr als ein menschlicher Herrscher oder Religionsstifter ist. Petrus sagt über ihn, „dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.“ (V.36) Wieder sehr einfache und kurze Worte und doch sehr differenziert. Gott hat den Menschen Jesus zum Herrn und Christus gemacht. Er ist es nicht von sich aus, sondern wurde von Gott dazu gemacht. Zu beachten ist auch, dass das griechische Wort für Herr in der damals gängigen griechischen Übersetzung des Alten Testaments für Gott selbst gebraucht wurde. Gott hat aus dem Menschen Jesus den Messias gemacht, der sogar mit dem Gottesnamen angesprochen werden darf.

Der Name Jesus Christus ist ursprünglich ein Bekenntnis: Jesus ist der Christus (= der Messias). In diesem Namen steckt das Geheimnis dieser Person. Er ist der Mensch Jesus von Nazareth und zugleich ist er der göttliche Messias. Beides in einer Person. Später hat man versucht, dieses Geheimnis in der sogenannten Zweimaturenlehre ist dogmatische Formeln zu pressen. Aber das bleibt Stückwerk. Diese offene und kurze Formulierung von Petrus ist da viel besser: Gott hat diesen Jesus zum Herrn und Christus gemacht. Ein Wunder und Geheimnis, das wir nie ganz begreifen werden.

| Bibeltext |

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