Apostelgeschichte 2, 1-13 – Begeisterung und Spott

In diesem Text wird das erste Pfingsten beschrieben. Gottes Geist komm mit einem gewaltigen Rauschen und in Form von feurigen Zungen vom Himmel herunter und schenkt den Jüngern die Fähigkeit, in unterschiedlichen Sprachen zu reden. Hab den Text schon oft gelesen, aber was mir jedes mal ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert ist dieser Satz: „Die haben wohl zuviel getrunken!“ Ich find’s klasse, dass die Bibel auch solche Aussagen nicht verschweigt. Die Bibel gibt unumwunden zu, dass es selbst in der von manchen so bezeichneten „Geburtsstunde“ der Kirche nicht nur Begeisterung gab, sondern auch Hohn und Spott. Damit müssen wir bis heute auch zurechtkommen. Und wir sollten dem auch nicht zu schnell ausweichen, indem wir meinen, als weniger auffällige Christen trifft uns auch weniger Spott.

Klaus Douglass nimmt diesen Text zum Anlass, um über den Heiligen Geist und die Dreieinigkeit zu reden, aber die Themen sind zu groß und umfassend, als dass er da auf vier Seiten viel außergewöhnliches sagen kann. Ein Gedanke möcht ich nur aufgreifen: Sowohl im AT als auch im NT ist das Wort für Geist identisch mit „Wind“ oder „Atem“. Douglass setzt nun neben diese Pfingsterzählung bei Lukas, mit dem auffälligen und kräftigen Brausen, die „Pfingsterzählung“ bei Johannes: In Joh. 20,22 wird beschrieben, wie Jesus seine Jünger anhaucht und sie somit vom Geist erfüllt werden. Ich finde dieses Nebeneinander gerade in der Unterschiedlichkeit schön. Der Geist Gottes kann manchmal Brausen wie ein Sturm, er kann aber auch im leisen säuseln des Windhauchs wirken :).

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