Apostelgeschichte 18, 23 – 19, 7 Verschiedene Taufverständnisse

Das was Lukas hier berichtet spielt sich zu Beginn der 50er Jahre des ersten Jahrhunderts ab. Das heißt, die christliche Bewegung ist schon ca. 20 Jahre alt. Ich finde es erstaunlich, dass selbst zu dieser Zeit die Taufe des Johannes noch eine solch große Rolle spielte. Es gab offensichtlich noch lange auch Anhänger des Täufers Johannes, welche die Johannestaufe praktizierten und sich wohl teilweise auch als Jünger Jesu sahen. Da schien es lange Zeit ein Neben- und Durcheinander gegeben zu haben. Erstaunlich auch, dass es da Jünger gab, die noch nie vom Heiligen Geist gehört haben (19,2). Wie ist denn das möglich? Kann man so überhaupt ein Jünger Jesu sein?

Aquila, Priszilla und Paulus korrigieren diese falsche, bzw. unvollständige Vorstellungen von Taufe. Sie tun das, indem sie „den Weg Gottes noch genauer“ auslegen (18,26) bzw. die Botschaft von Johannes dem Täufer erklären (19,4). Sie überzeugen also durch Information. Zum Anderen bestätigt Gott die Taufe auf den Namen Jesu durch die erkennbare Gabe des Heiligen Geistes (19,6). Trotzdem gibt es bis heute unter Christen verschiedene Verständnisse von Taufe. Die biblischen Informationen können eben unterschiedlich ausgelegt werden und verschiedene Menschen machen verschiedene geistliche Erfahrungen mit Taufe. Aber worin wir uns mit Paulus einig sind: Wer zu Jesus gehören will, muss auf den Namen Jesu getauft sein.

| Bibeltext |

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