Apostelgeschichte 14, 1-20 Ablehnung und Missverständnisse

In den Berichten über ihre Missionstätigkeit in Ikonion und Lystra wird deutlich, mit welchen Schwierigkeiten Barnabas und Paulus zu kämpfen hatten. Bei dem Großteil der Juden stoßen sie auf harte Ablehnung, weil sie die Botschaft von Jesus Christus als gotteslästerlich empfinden. Diese Juden wollen die Missionare „misshandeln und steinigen“ (V.5). Trotzdem kommen eine große Menge Juden zum Glauben (V.1: Unter „Griechen“ sind griechisch sprechende Menschen zu verstehen, die nicht im Judentum aufgewachsen sind, sondern dazu konvertiert sind).

Bei den heidnischen Zuhörern in Lystra stoßen sie zunächst auf Begeisterung, weil sie einen lahmen Mann heilen. Eindrucksvolle Zeichen und Wunder kommen immer an… Aber es wird deutlich, dass die Zuhörer ihre Botschaft gar nicht verstanden haben, denn sie wollen Paulus und Barnabas als Götter verehren, was natürlich ein völliges missverstehen des Evangeliums ist. Bei heidnischen Zuhörern können die Missionare nicht an den Glauben Israels anknüpfen, sondern müssen von Gottes Schöpfung her argumentieren (V.15-17). Aber das scheint dann in Lystra nicht groß anzukommen, denn als Paulus kurz darauf gesteinigt wird, ist von der begeisterten Masse niemand mehr zu sehen, der ihn verteidigt.

Mission war schon im 1. Jh. n. Chr. nicht einfach. Das Evangelium stieß auf Ablehnung, Missverständnis und Gleichgültigkeit. Das ist heute nicht anders. Aber trotz aller Schwierigkeiten kamen Menschen zum Glauben. Das wünsche ich mir auch für heute.

| Bibeltext |

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