Apostelgeschichte 13, 42-52 Scheidung und Entscheidung

Die Predigt des Paulus führt unter den Zuhörern zur Scheidung und Entscheidung. Seine Worte provozieren. Sie provozieren „die Juden“ (V.45) zum Widerspruch und führen „die Heiden“ (V.48) zum Glauben. Bei einer ganz normalen Predigt am Sonntagmorgen hier in Deutschland geschieht weder das eine noch das andere. Als Prediger der Gnade Gottes müssen wir nicht Angst vor Verfolgung und Ausweisung (V.50) haben. Aber es ist auch nicht so, dass durch unsere Predigten massenweise Menschen zum Glauben kommen.

Woran liegt das? Predigen wir nicht provozierend genug? Oder sind die Menschen heute gleichgültiger (man könnte auch sagen: toleranter)? Manche Prediger setzen auf radikalere Botschaften, um zu provozieren. Aber was war denn bei Paulus für die Zuhörer provokant? Für die jüdischen Synagogenbesucher war es unerhört, dass ein Mensch allein durch Glauben vor Gott gerecht werden soll ohne das Gesetz des Mose zu befolgen. Wenn ich das heute predige dann nicken die Menschen entweder (weil sie das ja schon so oft gehört haben und weil heutzutage niemand mehr durch Werkgerechtigkeit meint sich erlösen zu müssen) oder sie sagen: „Ist mir doch egal – Gott interessiert mich nicht!“

| Bibeltext |

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