Apostelgeschichte 13, 13-25 Kontextuelle Mission

Paulus verfährt nach seinem üblichen Missionsschema: zunächst besucht er die Synagoge und spricht dort vor den Juden. In solchen Synagogengottesdiensten konnte sich jeder erwachsene Jude an der Schriftauslegung beteiligen. Ähnlich wie Stephanus fängt Paulus nicht gleich bei Jesus an, sondern erinnert an die Geschichte Gottes mit seinem Volk. Seine kurze Zusammenfassung reicht von den Vätern des Volkes Israel (Abraham, Isaak und Jakob) bis zu König David. An dieser Stelle kommt er zu Jesus. Das ist für Paulus der Anknüpfungspunkt: Gott hat den Juden einen König wie David versprochen. Dieser König ist nun in Jesus gekommen.

Mir gefällt diese sehr kontextuelle Missionsarbeit. Paulus nimmt Rücksicht auf die Gepflogenheiten seiner Landsleute. Er setzt sich erst einmal zuhörend hin (V.14) und erst nach Aufforderung der Synagogenvorsteher fängt er an zu reden. Er knüpft dann bei dem vorhandenen Glauben an und kommt erst dann zu seiner christlichen Botschaft. Er fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern stellt sich sehr bewusst auf seine Zuhörer ein.

| Bibeltext |

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