Apostelgeschichte 13, 1-12 Beten und Fasten

Bisher geschah Mission eher und aufgrund von persönlichen Schicksalen. Vor allem dadurch dass Christen aus Jerusalem vertrieben wurden und sie in ihrer neuen Heimat von Jesus erzählten. In Apg. 13 wird nun erstmals berichtet, dass eine Gemeinde ganz gezielt zwei Missionare aussendet, um das Evangelium zu verkünden. Es handelt sich um Barnabas und Paulus. Barnabas wird hier noch an erster Stelle genannt, offensichtlich galt er damals in der Gemeinde als die wichtigere Person. Im Lauf der Apostelgeschichte wird dann deutlich, dass Paulus für die Mission von besonders großer Bedeutung wurde. Aber auch Paulus hat mal klein angefangen…

Mir ist an dem Text vor allem aufgefallen, welch große Rolle das Beten und Fasten in diesem Prozess gespielt hat. In einem Gottesdienst während eines Fastens hat Gott die Gemeinde überhaupt erst auf die Idee gebracht, Missionare auszusenden. Und auch vor der Aussendung wurde gebetet und gefastet. Während Gebet in meiner persönlichen Frömmigkeit ein wichtiger Punkt ist, kann ich mit Fasten nicht viel anfangen. Für die Gemeinde damals scheint das anders gewesen zu sein – und das obwohl es keine judenchristliche Gemeinde war (im Judentum war das regelmäßige Fasten eine feste Tradition). Kann ich da etwas dazu lernen? Oder spiegelt sich bei mir nur wieder, dass im Neuen Testament wesentlich häufiger vom Beten als vom Fasten die Rede ist? Es geht sicher nicht um das Fasten an sich, aber das Fasten ist etwas, mit dem sich die Ernsthaftigkeit des Gebets zeigen und vielleicht auch einüben kann.

| Bibeltext |

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