Ana Novac: Die schönen Tage meiner Jugend

Zu diesem Buch kann man nicht viel schreiben: es ist erschütternd und beklemmend. Es beschreibt unbeschreibliches. Die Holocaustüberlebende Ana Novac berichtet in ihren Tagebuchaufzeichnungen über ihren Überlebenskampf in verschiedenen deutschen Konzentrationslagern (unter anderem Auschwitz). Die damals 14-jährige hat heimlich ein Tagebuch geführt, hat selbst überlebt und auch ihre Aufzeichnungen konnten gerettet werden. Ein einzigartiges Zeitzeugnis.

Verstörende Aufzeichnungen sind das. Nicht nachträglich aufgeschrieben, sondern noch im KZ geschreiben. Erzählt in einem kühlen Ton, der an manchen Stellen in Sarkasmus oder Ironie umschlägt (nur so ist auch der Titel erklärbar). Ein Blick in eine andere Welt, eine grausame Welt. Ein Blick in den Abgrund. Szenen wie aus Albträumen. Das Schreiben half Ana Novac die Last der Geschehnisse zu ertragen.Und trotz allem eine Feier des Lebens.

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