Abstand nehmen

von windhauch

Füße im Sand

Drei Wochen Urlaub – abschalten, Abstand gewinnen, Zeit zum Lesen (zu den Büchern werden noch ein paar Artikel folgen)…, Sonne, Meer, viel Bewegung und frische Luft (für einen Stubenhocker wie mich eine wichtige Abwechslung!), raus aus der Alltagsmaschinerie (die einen leider sehr schnell wieder einfängt), andere Erfahrungen machen, andere Dinge sehen.

Ich hab in den drei Wochen kaum in meiner Bibel gelesen oder gebetet, hab in gewisser Weise auch Abstand von Gott (bzw. dem ganzen christlichen Drumrum) genommen – und es hat mir nichts gefehlt. Im Gegenteil: Ich hab mich wohl dabei gefühlt – frei, erleichtert (bis auf das schlechte Gewissen: Naja, als Christ sollte man doch Freude am Kontakt mit Gott haben und gerne Bibellesen und Beten…). Traurig! Warum ist das so? Okay, als “Berufschrist” steht man in der Gefahr Glaube sofort mit Arbeit in Verbindung zu bringen. Aber ich fürchte, auch als “ehrenamtlicher Christ” wäre es mir so gegangen. Irgendwie scheint es mir so anstrengend und mühsam zu sein, mein Christsein zu leben und ich bin froh wenn ich mal ‘ne Pause machen kann. Das hat sich Jesus doch sicher etwas anders vorgestellt, oder?! Christsein ist viel zu sehr mit dem Gefühl verbunden: “Ich muss was machen, ich muss was leisten, ich muss mich am Riemen reißen, um ein guter Christ zu sein”. Wo bleibt die einfache Freude am Leben und die selbstverständliche Freude an einer Beziehung zu Gott?



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