2. Timotheus 3, 1-13 Der Schein der Frömmigkeit

Paulus spricht von Menschen, die gottlos und schlecht leben, aber trotzdem den Schein der Frömmigkeit haben. Solche Menschen soll Timotheus meiden. Aber kann man die Grenzlinie so einfach ziehen? Auf der einen Seite die Guten und auf der anderen Seite die Bösen? Auch meine Frömmigkeit hat an manchen Stellen mehr Schein als Sein. Und ich kenn genügend andere Christen, die es durchaus ernst mit dem Glauben nehmen und doch immer wieder großen Mist bauen.

Für mich ist das entscheidende nicht diese Grenzlinie bei anderen zu ziehen, sondern bei mir selbst. Paulus setzt dem Schein der Frömmigkeit die Kraft der Frömmigkeit gegenüber (V.5). Geht es mir um den Schein oder um die Kraft des Glaubens? Zum Wesen des Glaubens gehört das hinfallen dazu. Wer nur den Schein der Frömmigkeit hat, für den stürzt damit alles zusammen. Wer die Kraft der Frömmigkeit sucht, der darf an Gottes Hand wieder aufstehen.

| Bibeltext |

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