2. Petrus 3, 10-13 – Der geerdete Himmel

Petrus schreibt von Jesu Wiederkunft und vom neuen Himmel und der neuen Erde. Bin heute vor allem an der „neuen Erde“ hängen geblieben. Petrus bezieht sich damit wohl auf Verheißungen aus Jes. 65,17 und Jes. 66,22. Wenn es um unsere Zukunft am Ende der Welt geht, dann denken wir ja normalerweise eher an eine himmlische Welt. Wir werden dann doch bei Jesus im Himmel sein! Wieso dann neue Erde?!?

Hab keine Ahnung wie sich Petrus das vorstellt und wie diese neue Erde aussehen soll. Aber es ist interessant zu sehen, wie geerdet die Zukunftsvorstellungen der Bibel sind. Natürlich grenzt sich Petrus hier auch ab von den Gnostikern, deren Zukunftshoffnung so aussah, dass der göttliche Seelenfunken irgendwann in Gottes übernatürliche Welt aufgenommen wird. Für sie die die Vorstellung einer „neuen Erde“ geradezu lächerlich, denn für sie ist alles irdische vergänglich und Gott ist ewig und geistlich. Er ist allem materiellen enthoben und nur die Seele kann Kontakt mit ihm haben. Alles irdische und körperliche ist für sie vergänglich und damit bedeutungslos.

In der Bibel wird dagegen von der neuen Erde gesprochen und von einem neuen geistlichen Leib (1. Kor. 15,44). Da drückt sich eine sehr viel höhere Wertschätzung des Irdischen und Leiblichen aus. Die Erde und der Leib sind nicht an sich schlecht, aber sie bedürfen einer Erneuerung und Neuschöpfung. Wie diese Neuschöpfung aussehen wird, darüber können wir nur spekulieren und das bringt nicht viel. Aber diese grundlegende Wertschätzung von Leib und Erde kann jetzt schon mein Verhalten gegenüber der Schöpfung und meinem Körper beeinflussen.
Bibeltext

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