2. Petrus 1, 12-15 – Vergesslichkeit des Herzens

Manchmal frag ich mich schon, ob es wirklich Sinn macht, jede Woche wieder neu zu predigen und bei allen möglichen Gelegenheiten Andachten und Bibelverse einzubringen. Wir wissen doch schon längst alles – naja, zumindest das Wichtigste. Wenn wir auch nur einen Bruchteil von dem was wir wissen auch leben würden, dann würden unsere Gemeinden völlig anders aussehen. Warum immer wieder das Evangelium wiederholen und neu durch kauen?

Petrus schreibt, dass er die Leser allzeit erinnern will, obwohl sie das, was er sagt, ja schon längst wissen und sie schon längst „gestärkt sind in der Wahrheit“ (V.12). Also auch Petrus hat schon die Christen immer wieder an das erinnert, was sie schon wussten. Er gibt dafür keine Begründung an, sondern sagt nur lapidar: „Ich halte es aber für richtig (V.13).

Tja, ich denke, er kennt ganz gut unsere Vergesslichkeit. Selbst wenn wir etwas vom Gedächtnis und vom Verstand her noch wissen, so vergisst unser Herz und unser Willen so manches viel zu schnell. Gerade wegen dieser Vergesslichkeit des Herzens ist es wichtig, dass wir immer wieder auch an die Grundwahrheiten des Evangeliums erinnert werden.
Bibeltext

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