2. Korinther 7, 5-16 – Gute Traurigkeit

Wir wollen nicht traurig sein, nein! Wir wollen Spaß, Glück, Zufriedenheit… Traurig sein ist schwach und uncool. Paulus schreibt dagegen hier von einer Traurigkeit, die uns erlösen kann. Natürlich nicht die Traurigkeit selbst. Gott kann Traurigkeit in unserem Leben benutzen, um uns zur Umkehr zu bewegen. Aber Paulus warnt auch: Ohne Umkehr führt die Traurigkeit in den Tod.

Paulus hatte die Korinther durch den sogenannten „Tränenbrief“ betrübt. Der Brief ist nicht mehr erhalten und wir wissen nicht genau, was er geschrieben hat. Aber seine Worte müssen die Korinther geschmerzt und wachgerüttelt haben. Sie sind nun wieder bereit zur Versöhnung mit Paulus. Die Traurigkeit hat sie zur Umkehr gebracht – und Paulus freut sich darüber.

Vielleicht wollen wir heute die Traurigkeit und den Schmerz viel zu schnell wegwischen. Wir wollen es gar nicht zulassen, dass andere oder wir selbst traurig werden. Wir haben Angst vor den tödlichen Folgen der Traurigkeit, die ja auch Paulus anspricht. Aber dabei nehmen wir uns auch eine große Chance: Gott kann die Traurigkeit benutzen, um uns wachzurütteln und um uns zur Umkehr zu bringen. Wenn etwas Neues entstehen soll, dann muss ich zunächst einmal dem Alten ins Auge blicken – auch wenn mich das schmerzt und mich traurig macht.

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