2. Korinther 4, 7-11 – Gold im Dreck

Wir haben die himmlische Herrlichkeit nur in irdenen Gefäßen – damit begründet Paulus sein Auftreten unter Verfolgung, Anfechtung und Leiden. Er hat wohl auf manche keinen so tollen Eindruck gemacht, denn sonst müsste er sich hier nicht rechtfertigen. Tja, ich kann da manche Korinther ganz gut verstehen: Es ist ganz schön schwierig an die Herrlichkeit Gottes zu glauben, wenn man kaum etwas davon sieht. Nach glänzendem Gold im Dreck zu buddeln ist deutlich schwieriger als einen Goldbarren vor der Haustür zu finden. Warum macht es uns Gott so schwierig?

Ich finde in dem Abschnitt zwei Antwortversuche des Paulus: Der Schatz von Gottes Herrlichkeit ist in irdenen Gefäßen verborgen, „damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2. Kor. 4,7) Gott macht uns damit immer wieder deutlich: Wenn etwas in deinem Leben himmlische Herrlichkeit ausstrahlt, dann kommt das nicht von dir, sondern von Gott. Man könnte sagen: Gott hat eine „Eingebildetsein-Bremse“ eingebaut. Zu viel Strahlen und Leuchten würde uns nur überheblich machen. Das zweite Argument des Paulus ist, dass wir gerade im Leiden Jesus ähnlicher sind: „Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserem Leibe.“ (2. Kor. 4,10) Für Jesus hat Leiden zu seinem Auftrag mit dazu gezählt – warum sollte es uns besser gehen? Wenn wir mit Jesus leben wollen, dann müssen wir auch zum sterben und leiden bereit sein.

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