2. Korinther 4, 12-18 – Das Unsichtbare sehen

Wie Paulus sich das wohl vorstellt? Nach seiner Aussage in V. 18 sind wir Christen Menschen, die nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare. Das Erstaunliche und Herausfordernde ist ja, dass er auch noch schreibt, dass wir auf das Unsichtbare „sehen„. Also nicht nur das Unsichtbare erspüren oder erahnen, sondern sehen. So wie die andern das Sichtbare sehen!

Ich glaub da stimmt was mit meinen Augen nicht! Denn ich kann das Unsichtbare, ich kann Gott und seine Liebe, nur erahnen. Ich bin (meistens 😉 ) fest überzeugt, dass es ihn gibt und dass er in mein Leben eingreift – aber gesehen hab ich ihn noch nicht! Gesehen hab ich dagegen schon viel Leid, Schmerz und Verzweiflung…

Vielleicht will Paulus auch nur auf betonte Weise ausdrücken, dass wir uns so sehr auf den ewigen Gott verlassen sollten, als ob wir ihn wirklich sehen könnten. Auf eine Weise mit Gott rechnen, als ob er neben uns sitzt. Das Paradoxe ist ja: All das, was wir sehen können – hier in dieser irdischen Wirklichkeit – das wird vergehen. Aber der unsichtbare Gott wird ewig bestehen. Das, was für uns jetzt so selbstverständlich und real ist, hat letztendlich keine große Dauer. Und das was uns jetzt oft so wenig real und so weit weg erscheint bleibt ewig!

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