2. Korinther 4, 1-6 – Licht und Finsternis

Warum kommen manche Menschen zum Glauben und andere nicht? Warum tun sich manche leichter damit, Gott zu vertrauen und andere bleiben ihr Leben lang skeptisch? Paulus spricht in dem Abschnitt davon, dass manchen Menschen der Gott dieser Welt (also der Satan) „den Sinn verblendet hat“ und dass sie deshalb das Evangelium nicht erkennen können. Anderen Menschen dagegen schenkt Gott „einen hellen Schein ins Herzen“, so dass sie die Herrlichkeit Gottes erkennen können.

Schwierig…

Die einfachste Lösung wäre ja, dass man sagt: Jeder Mensch hat einen freien Willen und jeder darf sich für oder gegen Gott entscheiden. Paulus schränkt aber hier den freien Willen zumindest ein: Er sagt, dass der Unglaube mit Verblendung durch den Satan zu tun hat und dass Glaube eine Erleuchtung durch Gott ist. Ich finde es gut, dass er es sich nicht so einfach macht und nur alles auf die menschliche Freiheit schiebt. Wer selbst glaubt und Jesus vertraut, der merkt immer wieder, dass dieses Vertrauen nicht nur eigene Entscheidung ist, sondern auch ein Geschenk. Ich vermute mal, dass Paulus nicht eine Seite gegen die andere ausspielen würde. Gott zu vertrauen ist Beides: eigene Entscheidung und zugleich ein Geschenk. So ist die Wirklichkeit – auch wenn es uns schwer fällt, diese Wirklichkeit logisch zu denken…

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