2. Korinther 13 – Gemeindefrust

Zum Schluss des Briefes gibt es noch mal mahnende Worte von Paulus. Er kündigt einen dritten Besuch an und warnt, dass er dieses mal die Sünder in der Gemeinde nicht schonen will (V.2). Es wird für mich noch mal deutlich, dass schon der gute alte Paulus mit so manchen Gemeindeproblemen zu kämpfen hatte. Ich bin froh, dass auch die zwei Korintherbriefe in der Bibel stehen. Da gibt es einige theologische Höhenflüge des Paulus (z.B. 1. Korinther 13: Das Hohelied der Liebe) aber es gibt auch manch schwer verdaulichen Streitereien, Vorwürfe und Selbstrechtfertigungen.

Gemeinde war von Anfang an kein einfaches Pflaster. Sie war von Anfang an nicht vollkommen. Diese idealisierten Darstellungen in der Apostelgeschichte nerven mich manchmal (Apg. 4,32: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele“). Da wird uns ein unereichbares Ideal vor Augen gestellt, das beim Blick auf unsere Realität ganz schön frustrieren kann. Deswegen: Gut, dass wir in den Korintherbriefen nachlesen können, dass es schon damals nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen war. Das entlastet und hilft die Chancen und Gefahren von Gemeinde realistischer zu beurteilen.

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Ein Gedanke zu „2. Korinther 13 – Gemeindefrust“

  1. Selbstverste4ndlich gibt es eine Amtskirche mit all dem, was gut ist (Zuverle4ssigkeit, Kontinuite4t, Geschichtsbewudftsein, gerechte Verteilung von Resourcen) und all dem, was einen sehr auregefn kann (Sesselfurzer, Vewaltungswahnsinn, RichtlinienfetischistInnen etc.).Was ich sagen wollte: alle evangelischen ChristInnen sind Kirche wo die wahre Kirche ist, ist immer eine schwierige Frage. So viel kann man aber wohl festhalten (und auch das ist seit Luther Grundbestand evangelischer Theologie): wahre Kirche findet sich nicht pauschal innerhalb der kirchlichen Verfadftheit ( Amtskirche ), aber eben auch nicht pauschal audferhalb bei allen (austretenen) Philantrophen.

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