2. Korinther 1, 1-11 – Wenn der Himmel einstürzt

Statt dem für Paulus sonst üblichen Dank an die Empfänger, geht es im 2. Korinther gleich nach dem Eingangsgruß in die Vollen: Es geht um Trübsal, Leiden, Todesnot und Trost. Das scheint zur Zeit der Abfassung für Paulus ein wichtiges Thema gewesen zu sein. Der sonst immer so optimistische und zuversichtliche Paulus berichtet, dass er solch schwierige Situationen durchmachen mussten, dass es über seine Kraft ging (V.8). Er ging sogar davon aus, dass er nicht mit dem Leben davon kommt (V.9). Das finde ich einerseits tröstlich, dass selbst der große und vorbildlich Paulus in seinem Glaubensleben an Grenzen kommt, dass auch er nicht immer voller Zuversicht und mit einem Lächeln auf den Lippen die schwierigsten Krisen durchsteht. Zum anderen ist es beschämend, wenn man sieht, wie Paulus für seinen Glauben gelitten und gekämpft hat und das vergleicht mit des Laschheit, mit der wir heute oft unseren Glauben leben.

Paulus schreibt: „Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ (V.9) Auch aus schrecklichen Erfahrungen versucht Paulus das Beste zu machen. Wenn’s dick kommt und hart wird, dann sagt er sich: „Keine Ahnung wie das weitergehen soll, aber es hilft mir auf jeden Fall mehr auf Gott zu vertrauen.“ Vielleicht sollte ich das auch versuchen: Das nächste mal wenn ich Angst davor habe, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt, dann denk ich mir: „Cool, klasse Gelegenheit um darauf zu vertrauen, dass Gott das einstürzende Himmelsgebäude rechtzeitig auffängt…“

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