2. Johannes 7-13 Gott und Mensch

Der Abschnitt zeigt, dass es im 2. Johannesbrief noch um dasselbe Thema geht wie im ersten – die adressierte Gemeinde hat offensichtlich noch mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen: Es gibt Menschen welche die Gemeinde verwirren, weil sie leugnen, dass Jesus Christus wirklich ins Fleisch gekommen ist, d.h. dass er wirklich voll und ganz Mensch wurde. Interessant ist, dass ja genau dasselbe Thema ja auch im Johannesevangelium deutlich angesprochen wird: „Und das Wort ward Fleisch“ (Joh.1,14).

Von Anfang an war es wohl schwierig, sich Jesus zugleich als wahren Gott und als wahren Mensch vorzustellen. Je nach theologischem Schwerpunkt neigen wir auch heute dazu, uns Jesus eher als Menschen mit besonderen göttlichen Einsichten vorzustellen oder als Gott, der so tut als ob er Mensch wäre. Aber auch wenn wir mit unserer Logik hier an Grenzen kommen: Jesus war beides, Gott und Mensch.

So wie mein Bild von Jesus ist, so sieht auch mein Glaube aus. Wenn er nur Gott ist, dann fehlt meinem Glaube das Fleisch, mein Glaube wird blutleer, abstrakt und abgehoben. Wenn Jesus nur Mensch ist, dann wird mein Glaube klein, kraftlos und überfordert. Beides allein ist zu wenig…

| Bibeltext |

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