1. Thessalonicher 2, 1-12 Die Kirche und das liebe Geld

Obwohl sich Paulus auf mütterliche (V.7) und väterliche (V.11) Weise liebevoll um die Gemeinde gekümmert hat, muss er sich hier offensichtlich mit Vorwürfen auseinandersetzen, er habe Menschen verführt um selbst einen finanziellen Gewinn daraus zu ziehen. Für uns ist das natürlich schwer zu beurteilen, wir kennen nur die Argumente des Paulus. Aber so wie wir das Leben und die Überzeugungen des Paulus aus seinen Briefen kennen, ist es eigentlich nicht vorstellbar, dass diese Verleumdungen zutreffen. Paulus geht es nicht um’s Geld, sondern um Gott.

Wir sehen, dass das Thema Kirche und Geld schon damals ein heikles Thema war. Schon bei Paulus bestand der Argwohn, dass unter Christen nicht redlich mit dem Geld umgegangen wurde. Die Empörung ist ja bis heute in der Öffentlichkeit zu Recht sehr groß, wenn ein kirchlicher Würdenträger leichtfertig und eigennützig mit Geld umgeht. Andererseits ist es immer leicht, sich über andere zu empören und ihre Fehler aufzubauschen. Die Frage gilt ja nicht nur für einen Missionar wie Paulus oder einen kirchlichen Amtsträger, sondern an jeden Christen: passt mein persönlicher Umgang mit dem Geld zur Botschaft des Evangeliums? Natürlich ist es gut, auf Missstände hinzuweisen. Aber genauso wichtig ist es, dass wir uns selbst an die eigene Nase fassen.

| Bibeltext |

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