1. Petrus 5, 5-9 – Ein süßes, kleines Kätzchen

von windhauch

In seine Schlussmahnungen packt Petrus noch einmal einiges rein – es wird deutlich, was ihm wichtig ist. Die Stichworte sind: Demut, Vertrauen auf Gottes Fürsorge und Nüchternheit angesichts der Leiden in dieser Welt. Diese Aufforderung zur Nüchternheit unterlegt er mit einem eindrücklichen Bild: “Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge” (V.8). Wahrscheinlich geht dieses Bild auf Psalm 22,14 zurück, wo die Feinde des Beters mit Löwen verglichen werden.

Für die damalige Verfolgungssituation mag das ein sehr treffender Vergleich gewesen sein. Die Christen wurden angefeindet und mussten mit offenem Hass und Ablehnung zurechtkommen. Ich glaube zu unserer heutigen Situation in Deutschland passt das nicht mehr so richtig. Hier hat der Satan eine andere Strategie. Er begegnet uns nicht als brüllender Löwe, den wir schon von weitem erkennen können (niemand droht uns offensichtliche Verfolgung an weil wir an Jesus glauben), sondern er ist eher ein verführerisch, schnurrendes Kätzchen, das uns langsam und unbewusst vom Weg der Nachfolge ablenkt: “Ich bin so süß und harmlos. Komm spiel doch ein wenig mit mir. Man muss die Sache mit dem Glauben ja nicht übertreiben und ein bisschen Ablenkung tut dir gut…”
Bibeltext

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