1. Petrus 2, 18-20 – Leiden als Gnade

Seltsame Gedanken: Die Sklaven werden aufgefordert, sich in aller Furcht ihren Herren unterzuordnen. Ist es in der Bibel nicht gerade die große Befreiungstat Gottes, dass er sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat? Gott will doch den Menschen innerlich und äußerlich frei machen, oer nicht? Warum wird hier mit dieser Aufforderung die Sklaverei akzeptiert und durch geduldiges Ertragen auch noch gestärkt?

Und ähnlich fremdartig für unsere modernen Ohren: Es ist eine Gnade, wenn jemand „um guter Taten willen leidet“. Wir sehen’s doch als Gnade an, wenn’s uns gut geht, wir gesund sind und wir nicht leiden müssen. Leiden als Gnade anzusehen – da muss ganz schön viel passieren bei einem normalen Menschen… Natürlich muss man dazu sagen, dass es nicht allgemein um alles Leid geht, sondern das Leide um des Gewissens willen und um guter Taten willen (wobei ich mich frage, was das mit den Sklaven zu tun haben soll? Ist es eine gute Tat, wenn man seinem unfreundlichen und wunderlichen Sklavenhalter gehorsam ist?!?) . Im folgenden Abschnitt wird ein bisschen deutlicher, warum Leiden Gnade sein kann, aber es ist auch mal gut, wenn uns ein Gedanke der Bibel erst mal quer im Hals stecken bleibt und wir ’ne Weile brauchen, um das herunter zu schlucken. Vielleicht nehmen’s wir dann ernster, wie wenn wir nur schnell drüber hinweg lesen…Bibeltext

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