1. Petrus 1, 16-21 – Den Glanz Gottes widerspiegeln

Der vorherige Abschnitt wird hier fortgesetzt. Es geht um ein „heiliges“ Leben und dies wird mit einem alttestamentlichen Zitat begründet: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ (3. Mo. 19,2) Puuh! Was für eine Aufforderung! Was für eine Überforderung! Die Wuppertaler Studienbibel schreibt dazu treffend: „Nicht bürgerliche Anständigkeit, nicht edles Menschentum kann Maßstab für das neue Leben sein, nicht einmal die Gerechtigkeit aus dem Gesetz (Phil 3,6), sondern der heilige Gott selbst!“ Es geht nicht um ein einigermaßen anständiges Leben, sondern um Heiligkeit!

Ich kann verstehen, wenn da manche sagen: „Vergiss es, das geht doch eh nicht!“ Mir geht es ja selbst so. Hoffnungslos überfordert! Aber mir kam beim Lesen der Gedanke, dass sich dieser Satz „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“ nicht nur als Aufforderung lesen lässt, sondern auch als Zusage und Verheißung. Wenn es nur eine Forderung an mich und meine Kraft wäre, dann wäre ich tatsächlich hoffnungslos überfordert. Aber es ist auch eine Zusage Gottes: „Ich bin heilig, absolut perfekt und wenn du zu mir gehörst, wenn du mir vertraust, wenn du mir mit Ehrfurcht begegnest, dann wird auch dein Leben heilig sein, dann wird sich in deinem Leben etwas vom Glanz Gottes widerspiegeln.“
Bibeltext

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