1. Korinther 5 – Grenzlinien

Mmh… kein einfaches Kapitel. Zunächst ein paar Infos, die mir geholfen haben dem Text etwas näher zu kommen. Es geht in dem Kapitel um Gemeindezucht. Jemand aus der Gemeinde hat wohl mit seiner Stiefmutter geschlafen (ob die Ehe mit dem Vater noch bestand, ob sie geschieden war oder ob die Stiefmutter verwitwet war, bleibt offen). Für heutige moralische Maßstäbe scheint diese Tat jetzt nicht unbedingt sooo dramatisch zu sein. Nach damaligen Verständnis war das eine Kardinalsünde. Selbst die Heiden der damaligen Zeit fanden dieses Verhalten abstoßend und so war es nicht nur nach jüdischem, sondern auch nach römischem Recht verboten die eigene Stiefmutter zu heiraten.

Paulus kritisiert nicht so sehr diese Sünde an sich sondern die Aufgeblasenheit (=Stolz) der Korinther: Sie scheinen stolz darauf gewesen zu sein, dass man bei ihnen in solch „christlicher Freiheit“ leben konnte. Für Paulus hat so ein Verhalten aber nichts mit christlicher Freiheit zu tun, sondern es ist eine Sünde zu der die Gemeinde Stellung beziehen muss. Im Hintergrund steht der Gemeindebegriff des alttestamentlichen Gottesvolkes: Wenn in Israel eine schwere Sünde geschieht, dann betrifft das nicht nur den einzelnen Sünder, sondern die ganze Gemeinschaft zwischen Bundesvolk und Gott wird belastet. Durch die Ausstoßung des Sünders soll die Gemeinschaft mit Gott wieder hergestellt werden. Nach 3. Mose 18,8 und 20,11 soll der Geschlechtsverkehr mit der Frau des Vaters sogar mit dem Tod beider Beteiligten bestraft werden. Paulus schlägt vor, dass durch eine Gemeindeversammlung (V.4) der betreffende Mann aus der Gemeinde ausgeschlossen werden soll (die Frau wird nicht erwähnt, vielleicht weil sie gar nicht zur Gemeinde gehörte).

Schwierig zu verstehen ist dann die Aussage, dass „dieser Mensch dem Satan übergeben werden“ soll zum Verderben des Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet werde (V.5). Die einleuchtendste Erklärung dazu fand ich im NTD (Neues Testament Deutsch): Es geht nicht nur um einen organisatorischen Ausschluss aus der Gemeinde, sondern um einen „sakral-pneumatischen-Rechtsakt“. Dahinter steht das alttestamentliche Verständnis von Segen und Fluch. Der Ausschluß aus der Gemeinde bedeutet zugleich ein Ausschluß aus dem Bereich des Segens – und somit eine Übergabe in den Herrschaftsbereich des Satans. Dieser hat dann die Macht das Fleisch zu verderben, d.h. das irdische Leben zu vernichten (vielleich ähnlich wie bei Hananias, Apg. 5,1-5, der aus Geldgier gelogen hatte und nach Offenbarung der Lüge einfach tot umfiel?). Dabei bleibt aber das Ziel, dass der Geist dieses Menschen gerettet wird im Endgericht. Ein sehr extremer Fall von Trennung zwischen Sünde und Sünder…

Was soll man dazu jetzt sagen? Schwierigkeiten macht mir, dass Paulus gerade eben noch gesagt hat, dass wir nicht richten sollen (1.Kor. 4,4-5), weil Gott uns richten wird und jetzt schränkt er es dahingehend ein, dass Gott zwar über die draußen (also die nicht zur Gemeinde gehören) richten wird, dass die Christen aber die Bösen aus ihrer Mitte verstoßen müssen (1.Kor.5,13). Andererseits ist mir auch deutlich, dass wir nicht einfach alles nur mit dem Mantel der Liebe und des Verständnisses zudecken können. Wenn jemand wissentlich gegen biblische Grundsätze verstößt, dabei sogar noch weltliche Gesetze übertritt und dann offenbar dieses Schuld nicht einsieht – dann müssen wir Grenzen ziehen. Zugleich gilt für mich aber: Wenn jemand seine Schuld einsieht und umkehrt, dann müssen wir selbst beim größten Verbrecher zur Vergebung bereit sein.

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Ein Gedanke zu „1. Korinther 5 – Grenzlinien“

  1. Bis dahin hast du dass super nach dem heiligen, lebendigen Wort Gottes ausgelegt Amen !!!

    Nur dass dieser zur Buße geführt wird sehe ich nicht, denn das steht nicht geschrieben !
    1.Korinther Brief KP 5 Vers 5;

    v5) ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist selig werde am Tage des HERRN Jesu. (1. Timotheus 1.20)

    Was geschieht mit den jenigen, der so eine Sünde getan hat zum Beispiel ein wiederholter Bisexeuller (wie wir in unsrer Gemeinschaft erlebten)
    Wie der Hinweis an uns gegeben nicht Vers 1 Korinther KP 5 Vers1 sondern in Bezug auf den Vers mit den Begriff Lüsternheit auf folgenden biblischen Hinweis ;
    Römer Brief KP 1 Vers27 Amen !

    27 desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. (3. Mose 18.22) (3. Mose 20.13) (1. Korinther 6.9)

    Das ist was anderes als bei 1.Timotheus KP 1 Vers 18 bis Vers 20 !

    v18) Dies Gebot befehle ich dir, mein Sohn Timotheus, nach den vorherigen Weissagungen über dich, daß du in ihnen eine gute Ritterschaft übest (1. Timotheus 4.14) (1. Timotheus 6.12) (Judas 1.3)

    v19) und habest den Glauben und gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten haben; (1. Timotheus 3.9) (1. Timotheus 6.10)

    v20) unter welchen ist Hymenäus und Alexander, welche ich habe dem Satan übergeben, daß sie gezüchtigt werden, nicht mehr zu lästern. (1. Korinther 5.5) (2. Timotheus 2.17)

    Und sagt der 1.Kornther KP 5 Vers 5
    nicht, am Tag des Herrn !

    Haben wir nicht das Gericht zu erwarten und werden wir denn da nicht erkennen wie wir erkannt werden vor Gott und nach dem gerichtet was wir auf Erden gerichtet getan haben ????

    Unser Geist wird errettet am Tag des Herrn einmal für das Ewige Reich Gottes oder für die ewige Verdammnis Amen !

    Wie schaut das screnn aus bei Hannanias und Salhrina das Wort Gottes sagt klar und deutlich sie haben gegen den Geist Gottes gesündigt was bedeutet das denn ???

    Schalom

    R.Klein
    ICG – Fürth

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