1. Korinther 2, 6-16 – beschenkt

Also mit diesem Abschnitt kann ich gar nicht viel anfangen. Da bleibt mir manches rätselhaft. Anscheinend haben die Korinther und Paulus eine Meinungsverschiedenheit um die Weisheit gehabt. Es geht um die Weisheit Gottes, die nicht von dieser Welt ist und die man nur durch den Geist Gottes wirklich erkennen kann. Oder geht es um „Erkenntnis“ (griech.: Gnosis) Gottes? Dieses Stichwort war wohl zur damaligen Zeit bei manchen Christen verbreitet. Dabei ging es um eine Art mysteriöses und esoterisches Geheimwissen über Gott, das nur die besonders fortgeschrittenen Christen bekommen. Aber das ist ja gerade keine Weisheit der Welt (was Paulus ja angreift), sondern angeblich spezielle Offenbarungswissen für besonders Auserwählte.

Paulus betont, dass Gott sich allein durch seinen Geist offenbart und dass wir nur durch den Geist erkennen können, was Gott uns geschenkt hat. Aber damit hätten die Korinther doch keine Probleme gehabt, oder? Sie betonen doch selbst die Wirklichkeit des Geistes und seine Gaben. Vielleicht will Paulus einfach seine Predigt vom gekreuzigten Christus untermauern und sagen: Ich hab genauso wie ihr den Geist Gottes und ich habe den Gekreuzigten als Zentrum unseres Glaubens erkannt (und eben nicht irgendwelches abstruses Geheimwissen oder enthusiastische Geisterfahrungen).

Naja, wie auch immer, Ich halt für mich fest: Gottes Geist zeigt uns, was uns von Gott geschenkt (wörtlich vom griechischen her: in Gnaden geschenkt) ist. Gott beschenkt uns durch den Gekreuzigten Christus mit seiner Gnade – das ist doch genial! Das ist die Weisheit und Erkenntnis die zählt!

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