1. Korinther 15, 50-58 – Das letzte Wort

„Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1.Kor. 15,54f)

Das kann ich dir sagen Paulus: Der Stachel des Todes piesackt mich jeden Tag in den vielen Dingen, die in unserer Welt so unglaublich schief laufen. Der Stachel des Todes macht uns allen Angst, weil jeder von uns seinem persönlichen Sterben noch ins Auge sehen muss. Der Stachel des Todes verwirrt uns, weil wir das Leiden und Sterben, das Hassen und gegeneinander Kämpfen von geliebten Personen sehen.

Aber nach einem Blick in einen Kommentar weiß ich ja, dass du das so nicht gemeint hast: Es geht nicht darum, dass uns der Tod kein Schmerz und kein Leid mehr zufügen kann (denn das kann er solange wir noch nicht ganz in Gottes himmlischen Wohnzimmer sitzen), sondern bei dem Stachel geht es darum, dass der Tod seine absolute und despotische Macht über uns verloren hat. Er tut uns immer noch weh, er fügt uns Schmerzen zu – aber er wird uns nicht vernichten können, er wird nicht der Sieger sein, er wird nicht das letzte Wort haben. Und deswegen hat er jetzt schon seine Macht über uns verloren.

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.