1. Korinther 15, 1-19 – Das Beste kommt noch

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Es geht um die Auferstehung Jesu Christi. Anscheinend gab es einige in Korinth, die an der leiblichen Auferstehung der Toten zweifelten. Sie dachten dabei nicht an die Auferstehung Christi, sondern an die Auferstehung der Gläubigen. Leider wird nicht genau deutlich, wie sich das dann stattdessen vorgestellt haben. Aber Paulus macht deutlich: Wenn es keine allgemeine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden und dann bricht alles zusammen, dann ist das Evangelium wertlos.

Mich hat vor allem V.19 angesprochen:

„Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“

Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, wenn wir nur für hier und jetzt Hilfe, Heil und Heilung von ihm erwarten, dann sind wir die elendsten unter allen Menschen, dann wär’s besser, wenn wir gar nicht an Jesus glauben würden. Starkber Tobak! Das heißt doch, dass das Entscheidende nicht jetzt in diesem Leben passiert, sondern dass es noch kommt. Man könnte das als eine billige Vertröstung auf’s Jenseits abtun. Aber für mich ist das immer wieder tröstlich – eben gerade dann, wenn ich am verzweifeln darüber bin, dass der Auferstandene so scheinbar untätig gegenüber dem Elend dieser Welt bleibt; gerade dann, wenn ich mich frage, warum das Leben als Christ oft so mühsam, klein und wenig siegreich ist; gerade dann wenn ich sehe, wie jämmerlich wenig wir Christen von der Herrlichkeit und der Liebe Gottes in unserem Leben wiederspiegeln. Wenn ich nur das sehen würde, dann wäre ich der elendste unter allen Menschen. Aber es gibt noch mehr. Das Beste kommt erst noch… Und so kann ich mich um so mehr an den kleinen Zeichen von Gottes Gegenwart mitten in unserer unvollkommenen Welt freuen und wissen: das wirklich Große und Endgültige, das kommt noch…

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