1. Korinther 13 – Seltsam kalt

Eigentlich sollte ich ja begeistert sein über dieses wundervolle Hohelied der Liebe – aber es lässt mich seltsam kalt. Ich weiß, dass das eine zentrale Stelle für Paulus ist und dass ihm die Liebe wichtiger als alles andere ist, wichtiger als alle noch so tollen Gnadengaben. Vielleicht ist mein Problem, dass dieser Begriff „Liebe“ schon so abgedroschen und abgenutzt ist. Ständig wird über die Liebe, geschrieben, gesungen und in Film und Fernsehen geschauspielert. Die Liebe, die Liebe, die Liebe – der Begriff wird so inflationär und seicht verwendet, dass er seine Tiefe verliert. Die Liebe – diese Wort ist keine frisch sprudelnde Quelle mehr, sondern ein riesiges Schwimmbecken voll mit abgestandenem Zuckerwasser. Die Liebe – um diesen Begriff haben sich so viele Lagen von Kitsch und Oberflächlichkeit gelegt, dass man den Kern gar nicht mehr sehen kann. Die Liebe ist nicht mehr blutrot, sondern zartrosa…


(Foto: © trent59 / PIXELIO)
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3 Gedanken zu „1. Korinther 13 – Seltsam kalt“

  1. Ja, es hilft schon, sich die unterschiedlichen (Wort-)Bedeutungen von Liebe vor Augen zu führen. Und auch in dem Text selbst macht Paulus ja klar, dass es nicht um eine ausgelutschte Kitsch-Liebe geht (Liebe ist langmütig, sie erträgt alles,…).
    Aber an den inneren Bilder, die einem beim Begriff Liebe aufsteigen, kann man oft mit dem Verstand wenig ändern…

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