1. Korinther 13, 1-13 – Ein Stück Himmel auf Erden

Dieses Bibelabschnitt und die Bemerkungen von Klaus Douglass dazu (in dem Buch Expedition zum Ich), passen sehr gut zu dem, was ich gerade eben im letzten Post berichtet habe (Herrlich…>>>). Ich glaube, dass dieser Mensch, von dem ich berichtet habe, einen kleinen Blick in die himmlische Herrlichkeit geworfen hat und dass er sich unbeschreiblich gefreut hat auf diese Herrlichkeit. Paulus schreibt in 1. Kor. 13, dass viele tolle Gaben und Erlebnisse unserer Glaubens vergehen werden, aber dass die Liebe bleiben wird. Vieles ist vorläufig, aber die Liebe bleibt.

Und damit ist nicht die romantisch-kitschig abgeflachte Liebe gemeint, die uns ständig begegnet (vgl. dazu diesen Post>>>), sondern die göttliche Agape, die all unsere menschliche Liebesbemühungen unendlich weit übertrifft, und von der wir hier nur eine kleine Ahnung haben können. Diese Liebe bleibt. Douglass schreibt über diese göttliche Agape: „Die Liebe ist jetzt schon ein Stück Himmel auf Erden, ist jetzt schon ein Stück Ewigkeit in der Zeit.“ ( S. 148 )

Und wenn wir mal bei Gott sein werden, dann werden wir diese Liebe im vollen Umfang sehen, schmecken, spüren, erfahren,… Dann wird es uns aus den Socken hauen und wir werden nur noch stammeln können „herrlich, herrlich…!“

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3 Gedanken zu „1. Korinther 13, 1-13 – Ein Stück Himmel auf Erden“

  1. Das wunderbare an dieser göttlichen Liebe ist, dass wir sie alle in uns tragen! Sie ist eben nicht so laut und aufdringlich, wie das ganze Kitschige und oberflächliche Getue was wir oft unter Liebe verstehen. Wenn die Verliebtheit mit all ihrem Glanz und Pomp erst einmal verflogen ist und wir uns selbst erkennen, dann ist Raum für diese Liebe frei geworden. Dann liegt es an uns, auf die leisen Töne zu hören. Ganz tief in uns drinnen ist diese göttliche Liebe, die Gott uns geschenkt hat, uns mitgegeben hat, als wir und als Menschenkinder auf diese Welt aufgemacht haben. Sie ist unsere Verbindung zu Gott, Navigator in lauten und stessigen, schweren und schönen Zeiten. Wer ganz in sich hineinhört und sein wahres innerstes Selbst betrachtet, ohne einen Teil davon abzulehnen oder zu bewerten, einfach nur schaut und sein Herz öffnet, der kann diese Liebe spüren. Zu sich selbst und auch zu jedem anderen Menschen. Ach wie wunderbar wäre es, wenn wir alle diese innere Liebe, diese echte Liebe immer fühlen könnten, wenn wir uns selbst nicht ständig davon abtrennen würden. Zu leicht überhören wir unsere innere Stimme, die in Liebe spricht. Ich wünsche mir mehr Menschen, die in Liebe handeln und mit sich selbst im reinen sind. Denn eins der 10 Gebote heißt nicht umsonst: liebet euren Nächsten, wie euch selbst. Diese Liebe zu sich selbst ist wohl eines der schwierigsten Kapitel in einem Meschenleben. Wie herrlich wäre es, diese Liebe jeden Tag zu spüren…

  2. Gestern hab ich hier auf der Seite geschaut, ob es einen Beitrag zu 1.Kor 13 gibt und habe nur den mit dem Titel „Seltsam Kalt“ gelesen. Und heut schau ich wieder hier vorbei, und sehe, dass es einen Kommentar zu einem weiteren Beitrag mit dem Thema gibt 🙂 Irgendwie passend…
    Wir hatten gestern eine echt gute und ehrliche, aber gleichzeitig auch sehr herausfordernde Predigt zu 1. Kor 13! Doch die Abschlussbemerkung zur Predigt hat Mut gemacht: „Gott hat seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen“. Das passt gut zu dem, was Valeska zu Beginn schreibt : „Das wunderbare an dieser göttlichen Liebe ist, dass wir sie alle in uns tragen!“
    Lasst uns diese Liebe neu entdecken!

  3. @Valeska: Ja, auf die leisen Töne zu hören ist in unserer lauten Welt gar nicht so einfach…
    Die Aufforderung den Nächsten wie sich selbst zu lieben steht übrigens nicht in den 10 Geboten, sondern in Lev.19,18 und wird unter anderem von Jesus in Mt. 22,39 aufgegriffen.

    @Kathrin: Amen dazu!

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