1. Korinther 12, 12-27 – Problemfälle

In dem Text vergleicht Paulus die Gemeinde mit einem Leib. Es gibt unterschiedliche Körperteile und gerade in ihrer Unterschiedlichkeit ergeben sie ein Ganzes. Douglass betont, dass Gott das so gewollt hat. Es sind eben nicht alle Menschen gleich (auch wenn sie gleich viel wert sind), sondern sie sollen gerade unterschiedlich sein, damit das Ganze funktioniert.

Was mir heute beim Bibeltext und auch bei Douglass besonders aufgefallen ist, sind die „Problemfälle“ (S.311) in der Gemeinde. Paulus schreibt von wenig „ehrbaren“ Gliedern und sogar von „unanständigen“ Körperteilen am Leib Christi. Müsste man denn nicht die „Unanständigen“ aus der Gemeinde werfen? Die haben doch nichts zu suchen im Leib Christi und das sieht doch bescheuert aus, wenn ausgerechnet in der Gemeinde „unanständiges“ Verhalten abläuft?!?

Paulus betont dagegen, dass Gott den Leib gerade so zusammengefügt hat – auch mit den unanständigen Gliedern. Diese sind nicht zu verachten, sondern im Gegenteil besonders zu ehren. Douglass: „Gott hat den Leib zusammengefügt, und zwar aus starken und schwachen, aus anständigen und weniger anständigen Gliedern. Statt einander zu verurteilen und den anderen ihre Andersartigkeit zum Vorwurf zu machen, ist es vielmehr Auftrag aller Glieder, einander in Liebe zu begegnen und füreinander da zu sein.“ (S.312)

Ist natürlich die Frage, was Paulus unter „unanständig“ versteht. Douglass bringt als Beispiele: Ein langhaariger Mann mit Totenkopftätowierung, eine Punkerin, ein Homosexueller mit Freund, eine Transsexuelle. Sind solche Personen gemeint? Und wie verhält sich das Ganz zum Stichwort „Gemeindezucht“?

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