1. Korinther 12, 1-3 – Wer hat den Heiligen Geist?

Paulus kommt zu einem weiteren „Problemfeld“ in Korinth. Es gab wohl einige in der Gemeinde, die auffällige und ekstatische Erfahrungen mit dem Heiligen Geist machten. Wir wissen natürlich nicht so genau, was da alles passiert ist. Aber Paulus betont in seinen Antworten in den Kap. 12-14 vor allem die Gleichwertigkeit der Gaben,  er betont dass wichtiger als alles andere die Liebe ist und er beschäftigt sich besonders mit der Gabe der Zungenrede/Sprachengebets. Daraus kann man rückschließen, dass es eine gewisse Lieblosigkeit derjenigen, die auffällige Geistesgaben hatten gegenüber anderen gab. Anscheinend galten solche auffälligen Gaben wie das Zungenreden als sicheresten Zeichen, dass der Geist wirklich in einem wohnt.

Zunächst macht Paulus nun eine grundsätzliche Aussage: „Niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist.“ (1. Kor. 12,3) Das ist für ihn also ein sicheres Zeichen für die Gegenwart des Heiligen Geistes in einem Menschen: Wenn er Jesus den Herrn nennen kann. Das ist Wirken des Heiligen Geistes. Somit macht er das Erfülltsein vom Geist nicht in erster Linie an der Form fest, sondern am Inhalt. Egal wie sie der Geist äußert: auffällig oder weniger auffällig, wer sich wirklich zu Jesus bekennt, der hat den Heiligen Geist.

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