1. Johannes 3, 13-17 Liebe konkret

Jetzt wird die Sache mit der Liebe zu Glaubensgeschwistern erschreckend konkret. Über die Liebe reden ist ja einfach, von der Liebe zu schwärmen ist schön… aber Liebe zu leben ist richtig schwierig. Da schließe ich mich ausdrücklich mit ein. Johannes schreibt: „Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger.“ (V.15) Ganz schön heftig: Hass sieht er auf derselben Stufe wie Totschlag. „Wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen.“ (V.16) So wie Jesus für uns gestorben ist, so sollen wir bereit sein unser Leben für andere zu geben. Und in V.17 fordert uns Johannes dazu auf, dem Bruder, der nicht genug hat, von unseren Gütern abzugeben.

Wichtig ist aber auch hier, dass bei Liebe nicht in erster Linie an ein Gefühl der Zuneigung gedacht ist, sondern an konkrete Hilfe. Positive Gefühle gegenüber anderen können natürlich nicht schaden, aber ich kann auch konkret einer Person helfen, die mir eigentlich nicht so besonders sympathisch ist. Trotzdem bleiben da für mich auch Fragen offen: Wo ist die Grenze zwischen fehlender Sympathie, Gleichgültigkeit und Hass? Was bedeutet es in unserer globalisierten Welt, dass ich als (im weltweiten Vergleich gesehen) reicher Deutscher meinen Glaubensgeschwistern helfen soll – wo sind da die Grenzen?

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