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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Ein Ziel

Ein schönes Zitat von John Wesley, das mich in den letzten Tagen begleitet hat:

“Einem Ziel sollt ihr bis ans Ende der Zeit nachstreben: euch an Gott zu freuen in Zeit und Ewigkeit.” (aus dem Gesangbuch der EmK in Deutschland, S. 1193)

John Wesley macht auf mich zumindest oft einen etwas verbissenen Eindruck. Auf der anderen Seite spürt man bei ihm auch Freiheit, Weite und Liebe. Diese zweite Seite wird in diesem Zitat deutlich. Erstaunlich diese Betonung: es geht um das eine, das wesentliche Ziel. Nicht nur für jetzt, sondern in Zeit und Ewigkeit. Und dieses eine Ziel ist nicht der Gehorsam oder die Heiligung, ja nicht einmal die Liebe, sondern die Freude an Gott! Das ist unsere Bestimmung! Jetzt schon – und bis in alle Ewigkeit.

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Himmelszeichen

Vor einigen Tagen hat unser Jüngster (5 Jahre alt) ein schönes Himmelszeichen entdeckt. Direkt über dem Kreuz unserer Kirche. Meine Frau hat dieses Foto davon gemacht:

Fisch und Kreuz

Fisch und Kreuz

 

Auch im folgenden Bild kann man Gott reden hören:

Licht im Dunkel

Licht im Dunkel

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Leere Geschäftigkeit

Gestern war ich bei einem ökumensichen Gottesdienst zum Jahresabschluss dabei. Beim Segen sprach der katholische Pfarrer unter anderem davon, dass Gott bei uns ist in unserer “leeren Geschäftigkeit”. Dieser Ausdruck hat mich sofort angesprochen und berührt. Ja, so vieles in unserem Leben ist “leere Geschäftigkeit”. Es gibt so viel zu tun und so viel Stress in unserer Welt – aber ist nicht vieles davon “leere Geschäftigkeit”? Besonders in unserer multimedialen und vernetzten Welt, in der tausende von Reizen auf uns einströmen und um unsere Aufmerksamkeit buhlen: wir sind ständig beschäftigt und in Eile – aber muss das wirklich alles sein?

Ich merke das bei mir selbst immer wieder: wenn man viel am Computer arbeitet und ständig online ist, dann passiert es schnell, dass man den ganzen Tag beschäftigt ist und sich am Ende fragt: was hab ich eigentlich gemacht? Aber auch sonst gestalten wir doch unser Leben oft so, dass wir immer was zu tun haben wollen. Langeweile ist uncool und wir wollen ja auf oft verzweifelte Weise entweder unsere Zeit sinnvoll nutzen oder uns auf entspannende Weise vom Stress erholen und abschalten. Natürlich jammern wir alle über den Stress und darüber, dass so viel auf uns einströmt – aber fliehen wir nicht auch oft, bewusst oder unbewusst, in “leere Geschäftigkeit” weil wir in Wahrheit Angst vor der Ruhe und Stille haben?

Ach ja: Wünsch natürlich auch noch allen Lesern ein gutes und gesegnetes neues Jahr! Ich wünsche Euch für 2012 viel Weisheit, um zu unterscheiden, was wirklich notwendig und gut für Euch und andere ist und was nur “leere Geschäftigkeit” ist. :)

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Jonathan Safran Foer: Extrem laut und unglaublich nah

Ein postmoderner Roman – mit all seinen Stärken und Schwächen. Schon beim ersten Durchblättern fällt die Vielfältigkeit – oder man könnte auch sagen das Durcheinander – auf: Neben ganz normal beschriebenen Seiten finden sich viele Bilder, Text mit roten Unterstreichungen, leere Seiten, Seiten mit nur wenigen Worten, Seiten angefüllt mit Zahlen, Seiten auf denen die Buchstaben immer näher zueinander gerückt sind,… Auch die unterschiedlichen Erzählstränge, Erzählperspektiven, Zeitebenen und viele verschiedene Personen bestätigen diese postmoderne Vielfältigkeit. Hinzu kommen manche surrealen Elemente, bei denen man sich fragt, ob das eigentlich wirklich so passieren kann.

Zumindest gibt es einen Haupthandlungsstrang, der die ganze Geschichte einigermaßen zusammen hält: Der neunjährige Oskar Schell verliert seinen Vater bei den Terroranschlägen vom 11. Sept. Das Buch beschreibt, wie der etwas altkluge Oskar mit dem Verlust umgeht. Zu seinen Lebzeiten hat der Vater ihm gerne Rätselaufgaben gestellt und so macht sich Oskar auch nach dessen Tod auf, um ein Rätsel zu lösen. Bei den Sachen seines Vaters findet er einen Schlüssel, der in einem Umschlag mit dem Vermerk “Black” steht. Oskar vermutet, dass es sich dabei um einen Namen handelt und so macht er sich bei den 216 Blacks die es in New York gibt auf die Suche nach dem passenden Schloss. Dabei begegnet er allen möglichen skurrilen und ungewöhnlichen Personen.

In einem zweiten Erzählstrang geht um die Großeltern von Oskar Schell, welche zu Ende des 2. Weltkrieges beim Bombardement von Dresden traumatische Erfahrungen gemacht haben. Der Großvater verliert dabei seine eigentliche Jugendliebe und auch seine Sprache (er wird stumm). Stattdessen heiratet er die Schwester seiner großen Liebe und führt mit ihr eine ziemlich seltsame Ehe.

Trotz all dem Durcheinander hab ich den Roman gerne gelesen. Foer hat einen gut lesbaren Stil und versteht es, die Neugierde des Leser zu wecken. Auch die Figur des Oskar finde ich sehr gut gelungen. Man kann sich gut in das verwirrte und suchende Kinderherz einfühlen, ohne dass die ganze Geschichte ins kitschige abrutscht. Die Vielfältigkeit des Romans macht das Lesen zum einen spannend und überraschend. Man staunt so manches mal über gelungene Einfälle des Autors. Zum anderen macht es das Lesen aber auch anstrengend und so manches mal ist es auch zu viel des Guten. Den zweiten Erzählstrang um die Großeltern herum finde ich nicht so gelungen und berührend, wie die Geschichte des Oskar.

(Amazon-Link: Foer: Extrem laut und unglaublich nah)

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Wahre Demut

Ein Gedanke aus meiner aktuellen Predigtvorbereitung (zum Lobgesang der Maria in Lukas 1,46-55):
Wahre Demut entsteht nicht durch den Blick auf die eigene Schwäche und Kleinheit, sondern im Schauen auf die Kraft und Größe Gottes.

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Liebe Blogleser,

seit gut dreieinhalb Jahren schreibe ich hier regelmäßig zu fortlaufenden Bibeltexten. In der letzten Zeit habe ich gemerkt, dass ich eine Pause brauche. Ich muss auch mal wieder Bibel lesen, ohne mir dabei gleich Gedanken zu machen, was ich dazu jetzt auch windhauch schreibe. Natürlich hat mir das Schreiben und Kommentieren sehr geholfen, um mich mit den Texten auseinander zu setzen. Ich bin dabei auf viele Gedanken gestoßen, die mir sonst wahrscheinlich nicht gekommen wären. Aber jetzt ist es einfach mal wieder dran, mehr Zeit zu haben, um die Bibel nur für mich persönlich zu lesen.

Vielleicht werde ich trotzdem ab und zu mal was hier schreiben. Aber vorerst nicht zu fortlaufenden Bibeltexten. Mal sehen… Danke auf jeden Fall an alle treuen Mitleser. God bless you! :) :) :)

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3. Johannes In der Wahrheit leben

Diese Formulierung ist mir bei dem Text heute besonders aufgefallen: In der Wahrheit leben (V.3 und 4). Johannes schreibt nicht “an die Wahrheit glauben”, sondern “in der Wahrheit leben”. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wir modernen Menschen sind eher Menschen, die an eine Wahrheit glauben wollen, die etwas das sie überzeugt für wahr halten. Aber es geht um mehr. Es geht um ein “in der Wahrheit leben”, ein Durchdrungen werden des ganzen Lebens von der Wahrheit. Es geht um eine Wahrheit, die nicht nur mein Denken verändert, sondern die auch mein Fühlen und Handeln verändert.

| Bibeltext |

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